Handball: Heimsieg
Punkte bleiben in Altlandsberg
Mit einem Sieg haben sich die Handballer des MTV Altlandsberg vom eigenen Publikum verabschiedet. Im letzten Heimspiel der Regionalliga Ostsee-Spree im Jahr 2026 gewannen sie gegen den BFC Preussen mit 32:27. Der Erfolg ist verdient, denn der MTV war die bessere Mannschaft in dieser Partie.
Nach drei Niederlagen in Folge wollte der MTV diesen Sieg – unbedingt! Nicht nur, um die Moral der Mannschaft wieder auf Vordermann zu bringen. Ein weiterer Misserfolg wäre mit einem Absturz in der Tabelle verbunden. Gleichzeitig muss man aber auch beachten, gegen wen der Aufsteiger in die Regionalliga Ostsee-Spree verloren hatte: gegen den HV Insel Usedom, gegen die SG OSF Berlin und schließlich den Lausitzer HC Cottbus. Alles Mannschaften, die schon vor der Saison zum Favoritenkreis der Liga gezählt wurden. Mit den acht Plus-Punkten auf der Habenseite hatten die Altlandsberger bisher schon viel erreicht.
Der BFC Preussen war schlecht in die Meisterschaft gestartet und einige Fachleute zeigten sich sehr überrascht, dass die Berliner bisher so tief im Tabellenkeller der Liga hängen. Und auch im Spiel gegen den MTV konnten sie über weite Strecken zeigen, dass sie besser als ihr Punktestand von 2:14 sind. In der Abwehr sehr stark, mit einem guten Torhüter (Joshua Sean Hiller), sahen die Zuschauer in der Erlengrundhalle ein durchweg spannendes Regionalligaspiel. Wer allerdings in der Vorwoche die Partie des MTV gegen Cottbus miterlebt hatte, musste einige Abstriche in Kauf nehmen. Es gab längst nicht dieses hohe Tempo und auch nicht so viele Tore wie in der Vorwoche (38:33 für Cottbus). Diesmal war es mehr ein zähes Ringen um den Erfolg. Aber der MTV machte seine Sache gut und gab nach dem 0:1-Rückstand und zwei schnellen Kontern zum 2:1 – Ferdinand Grüning und Tim Ole Neumann trafen – die Führung nicht mehr ab. Die beste Phase im Spiel hatte der MTV, als er bis auf 9:4 erhöhen konnte. Die Abwehr um Yannick Meye arbeitete sehr gut. Trotzdem stand es zur Pause nur 14:11 für den Gastgeber, der sich auch einige Schaltpausen und leichtsinnige Fehler leistete. Kurios und ungewohnt war der elfte Treffer für die Berliner, der mit der Halbzeitsirene fiel. Ein Freiwurf von Paul Czerwinka über die „Mauer“ rutschte Torhüter Jan Lebelt durch die Hände ins Tor.
Die zweite Halbzeit war noch mehr vom Kampf geprägt. Der MTV legte vor, blieb meist mit drei Toren im Vorsprung, doch die Berliner ließen einfach nicht locker. Schließlich gelang es den Altlandsbergern das Spiel mit 32:27 zu gewinnen. Torhüter Tim Folgmann – vom eigenen Kreis aus – und Tim Ermling, der sich erneut als sicherer Siebenmeter-Schütze erwies (6/6), warfen die letzten beiden Tore.
„Sagen wir mal so …“, sagte Trainer Roy Kalweit mit einem Augenzwinkern nach dem Spiel „… ich bin zufrieden.“ Natürlich hatte ihn die Fehlerquote seiner Mannschaft ein wenig geärgert. „Wir wollten heute unbedingt gewinnen, auch, weil es unser letztes Heimspiel in diesem Jahr war.“ Sein Blick richtet sich aber schon auf den nächsten Gegner. Der heißt Am 8. November in der Sporthalle der Kästner-Schule immerhin: Mecklenburger Stiere Schwerin. „Das wird eine ganz schwere Aufgabe für uns.“ Auch, wenn die Schweriner im Parallelspiel beim LHC Cottbus deutlich mit 21:34 verloren haben.
Wann: 31.10.2026
Erlengrundhalle, Zum Erlengrund 1,
Altlandsberg
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