
Die Bühne brennt - Kohlhaas (no limits) krönt die Kleist-Festtage
Kaum eine andere Kleist-Novelle beschäftigt das Theater mehr als „Michael Kohlhaas“, hat sie doch in ihrer Aktualität bis heute nichts eingebüßt.
Am Sonntag, 11. Oktober bildet „Kohlhaas (no limits)“ vom Theater Bremen den krönenden Abschluss der diesjährigen Kleist-Festtage im Theaterhaus Kleist Forum.
Kleists 1810 erschienene Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der aus Rache für ein erfahrenes Unrecht einen beispiellosen Kreislauf der Gewalt entfesselt, ist ein rasanter Thriller über Recht versus Gerechtigkeit und das Aufbegehren eines Individuums gegen ein System. Kohlhaas ist ein Berserker, eine Figur von höchster moralischer Ambivalenz, der von Kleist als „einer der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit“ beschrieben wird. Am Ende seines Feldzugs liegen Städte in Trümmern und Kohlhaas selbst findet sich auf dem Schafott wieder.
Mit einem heutigen Blick schaut Autor und Regisseur Felix Krakau auf Kleists berühmte Erzählung und fragt nach der Berechtigung der Mittel, nach Auswegen aus dem Strudel und ob es einfache Lösungen in einer komplexen Welt geben kann.
SO / 11.10. / 19:30 / Kleist Forum / Hinterbühne
Kohlhaas (no limits)
Schauspiel nach Heinrich von Kleist
Regie und Text: Felix Krakau
Theater Bremen
Eine Veranstaltung im Rahmen der Kleist-Festtage 2026.
Tickets: 25,- / 12,50 €
Familienticket: 62,50 €
Tickets unter www.kleistforum.de