
Manchmal braucht es keine großen Reden, um auf etwas aufmerksam zu machen, das im Alltag vieler Menschen kaum sichtbar ist. Manchmal reicht eine Fackel und Menschen, die sie gemeinsam ein Stück weitertragen. Am Donnerstag, den 1. Oktober, machte der
bundesweite Kinder-Lebens-Lauf 2026 beim Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst MOL in der Landhausstraße 8 in Strausberg Station. Zuvor führte der Weg der Engels-Fackel über die Kinderhilfe und die LöwenKinder in Frankfurt (Oder).
Beim Familien- und Mitmachfest in Strausberg stand die Arbeit für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit lebensverkürzenden Erkrankungen und deren Familien im Mittelpunkt. Mit dabei waren unter anderem die Kristallkinder Intensiv-WG aus Petershagen, eine betroffene Pflegefamilie, die Kindernachsorgeklinik Strausberg, REKIDS Einzelfallhilfe, Ehrenamtliche des ambulanten Kinderhospizdienstes sowie der Berliner Stephanus-Hospizdienst.
Besonders still wurde es, als Pflegeeltern aus ihrem eigenen Alltag berichteten. Sie erzählten von der Versorgung ihres Pflegekindes zu Hause und den täglichen Herausforderungen. Keine Theorie, sondern Erfahrungen aus dem eigenen Leben und gerade deshalb ein Moment, der vielen Gästen naheging.
Symbolischer Mittelpunkt war die Engels-Fackel. In Strausberg wurde sie von einem Kind der Kristallkinder Intensiv-WG an ein Geschwisterkind der Nachsorgeklinik weitergegeben. Am Ende der Veranstaltung übernahm sie der Berliner Kinderhospizdienst Stephanus und damit ging es weiter auf die nächste Etappe Richtung Berlin. Der
Kinder-Lebens-Lauf ist eine
bundesweite Inklusionskampagne des Bundesverbandes Kinderhospiz e.V. und findet alle zwei Jahre statt. 2026 führt die Route erstmals auch durch Österreich, die Schweiz und Luxemburg. Die Fackel zieht weiter. Die Geschichten der Familien bleiben.