Mit dem Bus zur Schule - ‚Augen auf‘ an der Haltestelle
Der Bus gilt grundsätzlich als sicheres Transportmittel für den Weg zur Schule. Trotzdem ereignen sich immer wieder Unfälle. Haltestellen zählen dabei mit zu den sensibelsten Bereichen auf dem Schulweg, besonders auch das Ein- und Aussteigen. Die Unfallexperten von DEKRA geben Hinweise, worauf Kinder und Eltern achten sollten, um den Schulweg mit dem Bus noch sicherer zu machen. „An der Haltestelle ist besondere Aufmerksamkeit gefragt“, sagt Unfallforscher Markus Egelhaaf. „Hier kommen viele Kinder zusammen. Busse fahren an und halten, andere Verkehrsteilnehmer passieren den Bereich. Aber mit einfachem, klarem Verhalten lassen sich Risiken deutlich reduzieren.“
Hier die wichtigsten Regeln:
Ruhig warten und nicht rennen oder spielen. Rennen, Schubsen oder Fangenspielen an der Haltespiele können dazu führen, dass Kinder auf die Fahrbahn geraten und stürzen.
Ausreichenden Abstand zum Bordstein halten. Kinder sollten zur Fahrbahnkante mindestens einen Meter Abstand halten. Beim Ein- und Abfahren und Abbremsen schwenken Busse aus und überdecken dabei Teile der Wartebereiche.
Auf den heranfahrenden Bus achten. Erst vortreten, wenn der Bus vollständig steht und die Türen geöffnet sind. Nicht versuchen, einen bereits abfahrenden Bus „anzuhalten“.
Erst aussteigen lassen, dann einsteigen. Wer ankommende Fahrgäste zuerst aussteigen lässt, vermeidet Gedränge und Stolpergefahren an der Bustür, und das Einsteigen geht schneller.
Nicht drängeln und in geordneter Reihenfolge einsteigen. Geduld hilft, Unfälle zu vermeiden. Taschen und Ranzen dicht am Körper tragen, damit niemand hängen bleibt.
Niemals am Bus noch schnell über die Straße laufen. Wer zu spät kommt, kann leicht ein anderes Fahrzeug übersehen, wenn die Straße noch schnell überquert wird. Besser ist: ruhig warten und lieber einen Bus später nehmen. Und künftig rechtzeitig von zu Hause losgehen.
„Eltern können entscheidend dazu beitragen, dass Kinder sicher mit dem Bus zu Schule kommen. Vorbereitung, Begleitung und Vorbild sein spielen eine wichtige Rolle“, erinnert Egelhaaf. So gelte es für Eltern, Busfahrten frühzeitig in den Familienalltag zu integrieren und gemeinsam mit ihren Kindern zu nutzen. „So wird der Bus als selbstverständliches Verkehrsmittel erlebt, und Kinder sammeln von klein auf wichtige Erfahrungen mit Haltestellen, Fahrplänen und dem Verhalten im Bus.“
DEKRA Info