
Verdis Oper „Nabucco“ im sibirischen Eis
Giuseppe Verdis große Oper „Nabucco“ ist am 29. und 31. Mai im Frankfurter Theaterhaus Kleist Forum zu sehen. Nabucco, König von Babylon, hat die Hebräer unterworfen und ihren Tempel zerstört. Im Siegesrausch erhebt sich der König zum Gott – und verliert darüber den Verstand. Zwischen Nabuccos Töchtern entspinnt sich ein mörderischer Kampf um die Macht...
Regisseur Armin vom Staatstheater Cottbus Petras verlegt das antike Drama in die sibirische Stadt Norilsk. Als Gulag-Lager gegründet und in vollkommener Abgeschlossenheit zum Rest Russlands gelegen, spiegelt dieser Ort die Situation des Exils auf beklemmende Weise wider. Heute leben dort die Nachfahren von Inhaftierten und Wärtern in einer Gemeinschaft, was mit dem versöhnlichen Ende der Oper korrespondiert.
„Nabucco“, 1842 an der Mailänder Scala uraufgeführt, machte Verdi zum gefeierten Komponisten. Der berühmte Gefangenenchor „Va pensiero“ ist heute das populärste Stück der Oper und nimmt in Italien den Rang einer inoffiziellen Nationalhymne ein. Die Oper erzählt vom Leiden und Hoffen eines antiken Volkes und ist dennoch aktuell, weil die Sehnsucht nach Heimat und Hoffnung zeitlos ist.
FR / 29.5. / 19:30 / Kleist Forum
SO / 31.5. / 15:00 / Kleist Forum
Nabucco
Oper von Giuseppe Verdi
Regie: Armin Petras
Musikalische Leitung: GMD Alexander Merzyn
Staatstheater Cottbus
Tickets: 30,- / 15,- € (Preisgruppe 1) / 25,- / 12,50 € (Preisgruppe 2)
Familienticket: 75,- / 62,50 €
Tickets unter www.kleistforum.de