Solaris? Ein Protokoll - 19.04.2026 | Fotogalerie
Fotogalerie
Solaris? Ein Protokoll
in der Die andere Welt Bühne
Info des Veranstalters:

Was passiert, wenn Erinnerungen plötzlich real werden?
Was, wenn die Vergangenheit dir gegenübersteht – und dich zwingt, dich selbst zu erkennen?


SOLARIS? – Ein Protokoll

von Ines Burdow
nach Motiven von Stanisław Lem

„Wir brauchen keine anderen Welten. Wir brauchen Spiegel.
Wir wissen nicht, was wir mit anderen Welten anfangen sollen.
Eine einzige Welt – unsere eigene – genügt uns,
aber wir sind unfähig, sie so anzunehmen, wie sie ist.“
— Stanisław Lem, Solaris

Was bleibt, wenn niemand mehr antwortet – und nur noch das Protokoll läuft?

In SOLARIS? – Ein Protokoll verdichtet Autorin und Regisseurin Ines Burdow Stanisław Lems Roman zu einer radikalen Versuchsanordnung über Wahrnehmung, Kontrolle und die Zumutung des Anderen. Die Inszenierung an der Die Andere Welt Bühne begreift Solaris nicht als fernen Planeten, sondern als Spiegelraum – als Ort, an dem Wirklichkeit sich nicht erklären, sondern nur erfahren lässt.

Kris Kelvin, gespielt von Aljoscha Stadelmann, ist als Psychologe auf die Raumstation entsandt worden – mit dem Auftrag, die gemeldeten Anomalien zu überprüfen und den mentalen Zustand der Besatzung zu untersuchen. Wie lange er inzwischen dort ist, bleibt unklar. Von der Crew ist niemand mehr übrig. Ob die Erde noch existiert, weiß er nicht. Selbst der rätselhafte Ozean von Solaris scheint nur noch Echo oder Erinnerung. Mit Aljoscha Stadelmann – einem vielseitigen und aus Film und Fernsehen bekannten Schauspieler (u. a. aus der Reihe Harter Brocken), der erstmals an der Die Andere Welt Bühne zu erleben ist – steht ein Darsteller im Zentrum, der kraftvolle Präsenz mit spürbarer Wärme verbindet und Kris’ analytische Strenge ebenso wie seine zunehmende existentielle Verunsicherung sichtbar macht.

Was bleibt, ist das Protokoll.

Kris misst, prüft, protokolliert. Nicht aus wissenschaftlicher Neugier, sondern um Halt zu gewinnen. In seiner Welt gibt es nur zwei Zustände: richtig oder falsch. Ein Wert stimmt – oder er stimmt nicht. Ordnung ersetzt Gewissheit. Das binäre System schützt ihn vor einer Wirklichkeit, die sich jeder Einordnung entzieht.

Dann erscheint Harey.
Gespielt von Melanie Seeland, ist sie weder Erklärung noch Lösung, sondern Gegenwart in ihrer irritierendsten Form – eine Erscheinung, die mit Kris’ Geschichte unauflöslich verbunden ist. Zwischen beiden entsteht kein klassisches Liebesdrama, sondern ein existenzieller Dialog über Realität, Erinnerung und Verantwortung.

Die Bühne und Kostüme von Ann-Chrisine Müller schaffen einen Raum zwischen technischer Nüchternheit und metaphysischer Durchlässigkeit. Projektionsflächen werden zu Grenzen, die sichtbar und zugleich transparent bleiben. Der Zuschauerraum ist dabei kein Außen, sondern Teil des Systems – Speicher, Echo, Spiegel.
Bodo Strecke entwickelt eine Klangdramaturgie zwischen präziser Sachlichkeit und kaum wahrnehmbaren Verschiebungen; Dietrich Baumgarten setzt mit kaltem Neonlicht und dem gezielten Einsatz einer Kopflampe eine klare, beinahe unerbittliche Lichtarchitektur.

SOLARIS? – Ein Protokoll ist kein Science-Fiction-Abend, sondern eine Untersuchung: Was geschieht, wenn das Andere nicht verschwindet – aber auch nicht bleibt? Und wer entscheidet, was „richtig“ ist, wenn es keine Instanz mehr gibt, die das Protokoll bestätigt?

Am Ende steht keine Antwort.
Nur der Raum.
Und die Frage, wer hier eigentlich wen beobachtet.


Mit: Melanie Seeland und Aljoscha Stadelmann


Melanie Seeland
Melanie Seeland ist gelernte Schauspielerin und Leiterin des Strausberger Theaters die Andere Welt Bühne.
Als Schauspielerin war sie u.a. am Staatstheater Kassel, dem kleinen Theater Salzburg, dem Prater der Volksbühne und der Anderen Welt Bühne engagiert. Darüber hinaus war sie in verschiedenen Independent Filmproduktionen besetzt.
Seit zehn Jahren arbeitet sie als Mitinitiatorin des Alten Postgeländes Strausberg an der Entwicklung eines nachhaltig ökologisch ausgerichteten Kultur- und Wohnquartiers, in dessen Rahmen sie das Theater die Andere Welt Bühne gründete.

Aljoscha Stadelmann
Aljoscha Stadelmann ist gelernter Schauspieler.
Als Schauspieler war er u.a. am Schauspiel Leipzig, am Staatstheater Kassel, Theater Basel, Schauspiel Frankfurt, Schauspiel Hannover, Deutschen Schauspielhaus Hamburg und am Berliner Ensemble engagiert.
Darüber hinaus spielte er in diversen Kino- und Fernsehfilmen (u.a. Tatort, SOKO, Carlos, Bella Block, Ostwind, A Better Place…)
Seit 2015 spielt er die Hauptrolle in der Fernsehreihe Harter Brocken (ARD Degeto).

Inszenierung: Ines Burdow
Bühne und Kostüme: Ann-Christine Müller
Ton: Bodo Strecke
Licht: Dietrich Baumgarten
Fotos: Julia Otto

Gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg


Weitere Vorstellungen:
• 19. April | 15:00 Uhr
Sichert euch jetzt eure Karten – die Plätze sind begrenzt!

Kartenreservierung: www.dieandereweltbuehne.de, per Mail an karten@dieandereweltbuehne.de oder über unser Kartentelefon (Anrufbeantworter): 015167761074

Die Andere Welt Bühne
Garzauer Straße 20
15344 Strausberg

Mehr Informationen unter: http://www.dieandereweltbuehne.de...

Wann: 19.04.2026 - 15:00 Uhr

die andere welt bühne, Garzauer Straße 20,
Strausberg

Veranstalter bzw. Veranstaltungsort:
Die Andere Welt Bühne

Garzauer Straße 20 15344 Strausberg



Sie haben Anregungen oder Kritiken? Eine Mail an die Redaktion genügt. Sämtliche Inhalte dieses Internetauftrittes unterliegen dem Copyright von prinz mediaconcept oder der jeweiligen Eigentümer. Die Fotos werden für die Berichterstattung erstellt.

Werbung
^