XXVIII. Kunst-Loose-Tage - 17.05.2026 | Fotogalerie
Fotogalerie
XXVIII. Kunst-Loose-Tage
kauft beim lebenden Künstler
Zum 28. Mal laden an diesem Wochenende – noch bis Sonntagabend – über 70 Künstlerinnen und Künstler in ihre Ateliers im Oderbruch zwischen Oderberg und Lietzen ein. Bei den Kunst-Loose-Tagen können sich Interessierte in fast 40 Ateliers, Werkstätten und Ausstellungsräumen umschauen. Und wer sich in ein Gemälde, eine Grafik oder Fotokunst, eine Plastik oder eine Keramik verliebt, kann sie an Ort und Stelle erwerben. Und zu einem ganz besonderen Erlebnis werden immer die Gespräche mit den Künstlerinnen und Künstlern – mancherorts sogar bei einem Kaffee und einem liebevoll zubereiteten süßen oder herzhaften Häppchen.

Aber was diese Rundreise durch ein Stückchen des künstlerisch-reichen Oderbruchs – unmöglich ist es alles zu sehen oder zu erleben – zu einem Highlight macht, ist der Blick hinter die Kulissen. Wie bei Jerome Goldnose, der in seine kleine Mietwohnung in Falkenberg einlädt. Die atmet rundherum Kreativität und Einmaliges. Was sich auch in seiner handgedruckten Fotokunst widerspiegelt. Er lasse sich von alter, traditioneller Kunst inspirieren und schlage die Brücke in die Gegenwart und Zukunft, sagt er. „Es ist immer spannend, was dabei übrig bleibt!“

Oder bei Elisabeth Pankhurst (Ölmalerei) in Hohenwutzen, direkt am Oderradweg. Sie hat ihre Freundinnen Jaqueline Pehlemann (Malerei-Acrylpigmente auf Leinwand), Eva Laufer (Malerei, Autoren-Schmuck), Margarete Fuchs (Fotografie), Alexine Good (Siebdruck, Collagen) und Silke Weyer (Ölmalerei) in ihr Haus mitten in einem blühenden Garten eingeladen und jedes einzelne Zimmer im ganzen Haus in eine ganz spezielle Galerie verwandelt.

„Wenn man meine Bronzen heute eingraben und sie erst in 4000 Jahren wieder finden würde – man könnte sie immer noch ,lesen’“, sagt der 48-jährige Wriezener Jörg Engelhardt, der sein wunderbares Atelier im Ortsteil Jäkelsbruch hat und dort den Weg seines weit und breit berühmten Bildhauer-Vaters Horst auf seine besondere Weise fortsetzt. Und er hat auch einen überaus passenden Slogan nicht nur für dieses Wochenende: „Kauft vom lebenden Künstler.“ Recht hat er.

Einen musikalischen Abschluss werden die Kunst-Loose-Tage im Ortsteil Alttrebbin am Sonntag, 18 Uhr, im Garten von Catrin Sternberg mit der Band „DIEZUNFT“ erfahren. Nachdem man sich an ihren Bildern, die an Vincent van Gogh erinnern, und ihren handgearbeiteten Schmuck erfreut hat. Nebenan bei Gunar Slezewski und Pieter Hofmann haben sogar Kindermalereien Platz im Ausstellungsraum gefunden. Die Illustrationen von Slezewski sind denen gut bekannt, die das Kinderbuch „Die wundersame Geschichte des Peter Schlemihl“ (findling verlag) in ihrem Bücherschrank haben.

Gleich mehrere KeramikerInnen – Anette von Rohden, Ingeborg Pape und Victor Baselly – stellen ihre Werke im Letschiner Ortsteil Ortwig aus. Hier kann man die Weite dieser Kunstrichtung ideal aufnehmen oder auch mitnehmen.

Wer nun am Sonntag noch kurz entschlossen die Absicht hat, einen Blick in die vielen Ateliers und Werkstätten zu werfen, dem wird der Weg nicht lang werden, denn er führt durch kleine Orte, herrlich grüne Landschaften und vor allem zu Kunst und Kultur – eben durchs Oderbruch!

Text: Irina Voigt
Fotos: Edgar Nemschok
Mehr Informationen unter: https://kunst-im-oderbruch.de/...

Wann: 17.05.2026 - 10:00 Uhr

Oderbruch



Sie haben Anregungen oder Kritiken? Eine Mail an die Redaktion genügt. Sämtliche Inhalte dieses Internetauftrittes unterliegen dem Copyright von prinz mediaconcept oder der jeweiligen Eigentümer. Die Fotos werden für die Berichterstattung erstellt.

Werbung
^