
Am 25. März besuchte eine Gruppe von Unternehmern, Kommunalvertretern und Mitarbeitern des Energiesektors aus dem Landkreis Märkisch-Oderland im Rahmen einer Studienreise zum Thema „Energie in einer modernen Stadt“ Stettin (Szczecin). Ziel des Besuchs war es, mehr über innovative und ökologische Lösungen für ein nachhaltiges Ressourcenmanagement in Stettin zu erfahren.
Der erste Programmpunkt war der Besuch der Wasserfabrik (Fabryka Wody), einem modernen Freizeit- und Bildungszentrum. Die Einrichtung wurde am 1. Juni 2024 eröffnet und verfügt über ein erweitertes Schwimmbad und eine Saunalandschaft, einen hochmodernen Bildungsbereich und einen einzigartigen Konferenzraum, der in einem riesigen Modell eines Wassermoleküls untergebracht ist. Die Teilnehmer hatten die Gelegenheit, sich über die Umweltlösungen der Anlage zu informieren, darunter fortschrittliche Wärmerückgewinnungssysteme, energieeffiziente LED-Beleuchtung sowie Technologien zur Wasserfiltration und -wiederverwendung.
Anschließend besuchte die Delegation das Marschallamt, wo die grünen Lösungen für den neuen Sitz der Institution vorgestellt wurden. Wärme aus dem Boden, große Regenwassertanks, intelligente Rollläden, die auf Sonne und Wind reagieren, Nistkästen in den Wänden, Photovoltaik und eine Blumenwiese auf dem Dach - der neue Sitz des Marschallamtes der Woiwodschaft Westpommern in Stettin ist so energieeffizient und umweltfreundlich, wie es nur geht. Ein weiteres Highlight an diesem Standort ist ein ökologisches Wandgemälde an einer der Wände, das mit photokatalytischen Farben hergestellt wurde, die Schadstoffe aus der Atmosphäre binden.
Der letzte Punkt auf der Tagesordnung war ein Besuch des Poseidon-Komplexes - eines der umweltfreundlichsten Gebäude in Polen, das zwei Hotels, Büroräume und einen Service- und Gastronomiebereich beherbergt. In der Anlage kommen zahlreiche moderne Lösungen zum Einsatz, wie z. B. ein umfangreiches geothermisches System, Fotovoltaikanlagen und ein intelligentes Energiemanagement. Dank dieser Technologien hat der Poseidon-Komplex den Status eines Niedrigenergiegebäudes erreicht, was ihn zu einem Modell für künftige kommerzielle Entwicklungen macht. Das Gebäude verfügt mit 150 m2 über die größte (im Moment) grüne Wand Europas. Die gegenwärtigen Investoren haben die erhaltenen Teile des ursprünglichen Gebäudes, das 1927 vom Deutschen Familien-Kaufhaus an dieser Stelle errichtet wurde und damals unter anderem ein modernes Kino, Geschäfte und Cafés beherbergte, mit großer Sorgfalt behandelt, erhalten und integriert.
Die Studienreise nach Szczecin (Stettin) bot den Teilnehmern eine Fülle von Anregungen und praktischen Beispielen für moderne energiesparende Technologien und Lösungen, die sowohl den Menschen als auch die Umwelt schonen. Es war eine hervorragende Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.
Die Studienreise wurde von den Büros des Informations- und Beratungsnetzwerks (IBN) aus Strausberg und Stettin organisiert und durch das Interreg VIa-Programm der Europäischen Union gefördert.
Text: IBN Strausberg